Spitz-Ahorn (Acer platanoides) |
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| Der Spitz-Ahorn (Acer platanoides) ist eine Laubbaumart aus der Gattung der Ahorne (Acer). Diese werden heute in die Familie der SeifenbaumgewĂ€chse (Sapindaceae) gestellt, bildeten frĂŒher aber eine eigene Familie AhorngewĂ€chse (Aceraceae).
Aussehen Der Spitz-Ahorn wird mit durchschnittlichen Höhen von 20 bis 30 m weniger hoch als der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus). Er kann etwa 150, maximal 200 Jahre alt werden. Seine Rinde ist in der Jugend glatt und blassbraun; im Alter ist die Borke dunkelbraun oder schwĂ€rzlich. Die Struktur ist lĂ€ngsrissig und nicht schuppig. Die BlĂ€tter sind handförmig, fĂŒnflappig mit lang zugespitzten, ganzrandigen Blattlappen. Die Buchten zwischen den Lappen sind stets stumpf. Bei Verletzung der BlĂ€tter oder der jungen Zweige tritt Milchsaft aus. |
![]() Spitz-Ahorn |
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| Die dem Feld-Ahorn Ă€hnlichen BlĂŒten stehen in aufrechten Doldentrauben. Es kommen sowohl zwittrige als auch eingeschlechtlich weiblich und mĂ€nnliche BlĂŒtenstĂ€nde vor. Oft - aber nicht immer - sind die Geschlechter auf verschiedene Individuen verteilt. Die Geschlechterverteilung ist also unvollstĂ€ndig zweihĂ€usig. Die BlĂŒtezeit ist im April bis Mai und beginnt schon vor dem Austrieb der BlĂ€tter.
Verbreitung Der Spitz-Ahorn ist ĂŒber weite Teile Europas verbreitet. Er reicht nach Norden bis Mittelschweden und SĂŒdfinnland und ist im Osten bis zum Ural verbreitet. Von den drei europĂ€ischen Ahornarten ist er diejenige, deren natĂŒrliche Vorkommen am weitesten nach Norden reichen. Seine Westgrenze verlĂ€uft am westlichen Rand Mitteleuropas. Er fehlt also in Teilen von Nordwestdeutschland und im GroĂteil von Frankreich. Im SĂŒden kommt der Spitz-Ahorn in den Gebirgen vor, in den PyrenĂ€en, im Apennin, in den Gebirgen Griechenlands und Kleinasiens sowie im Kaukasus. Zuchtformen Vom Spitzahorn sind viele Zuchtformen bekannt. Hier eine Auswahl: 'Crimson King': Diese schwachwĂŒchsige Form ist in Frankreich 1946 gezĂŒchtet worden. Sie hat rote BlĂ€tter, die allerdings nicht ganz so dunkel wie die von 'Fassen's Black' sind; die Blattfarbe ist leuchtend blutrot. Die jĂŒngsten BlĂ€tter sind dunkel braunrot und runzelig. 'Cucullatum': Diese vor 1880 entstandene Form hat einen hohen, schmalen Wuchs und wird bis 23 m hoch. Die BlĂ€tter sind im UmriĂ rundlich und 12 mal 13 cm groĂ; die Lappen sind klein und nach unten gebogen. 'Drummondii': Diese 1903 in England entstandene Form hat hellgrĂŒne BlĂ€tter, die breit weiĂ gerandet und gefleckt sind. Die Krone ist kugelig. 'Fassen's Black': Diese 1936 in Belgien gefundene Form hat dunkel purpurbraune, teilweise fast schwarze BlĂ€tter, die auf der Oberseite glĂ€nzen. Die HerbstfĂ€rbung ist auffallend rot; die BlĂŒtenstĂ€nde und Fruchtstiele sind auch ganz rot; die Petalen sind gelbgrĂŒn. 'Laciniatum': Diese 1781 entstandene Form wird auch als âVogelkrallen-Ahornâ bezeichnet. Sie wĂ€chst pyramidenförmig. Die BlĂ€tter sind breit keilförmig mit tief eingeschnittenen Lappen. Die BlĂ€tter sind sehr lang und spitz gezĂ€hnt; Blattrand und Lappen sind âkrallenartigâ nach unten gekrĂŒmmt. 'Lorbergii': Dise seit 1829 bekannte Form ist starkwĂŒchsig; die Zweige sind hin- und hergewunden. Die hellgrĂŒnen BlĂ€tter sind bis zur Basis eingeschnitten und werden bis 10 mal 17 cm groĂ. Die Lappen sind sehr tief gezĂ€hnt. 'Reitenbachii': Diese Form ist vor 1874 in Deutschland entstanden. Der Austrieb ist braunrot; im Sommer werden die BlĂ€tter stĂ€rker grĂŒn als bei 'Schwedleri'. Die HerbstfĂ€rbung ist tief dunkelrot. Mittlerweile kaum mehr in Kultur, da es rotere Formen gibt. 'Schwedleri': Diese vor 1869 in Deutschland entstandene Form wurde frĂŒher hĂ€ufig gepflanzt. Der Austrieb hat blutrot gefĂ€rbte BlĂ€tter; im Laufe des Sommers werden die BlĂ€tter dunkelrotgrĂŒn bis olivgrĂŒn; Blattstiel und Blattnerven bleiben rot. Das Herbstlaub ist rot getönt. Mittlerweile kaum mehr in Kultur, da es rotere Formen gibt. 'Stollii': Diese Form ist 1888 als SĂ€mling von 'Schwedleri' bei SpĂ€th in Berlin entstanden. Die BlĂ€tter sind meist dreilappig und efeuartig. Sie sind dunkelgrĂŒn und derb. Oft sind sie auch tĂŒtenförmig und werden bis 20 mal 18 cm groĂ. Quelle: www.wikipedia.de Hinweis: Die fett gedruckten Arten befinden sich im Buddenberg-Arboretum! |
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