Arboretum Buddenberg

Gemeine Fichte (Picea abies)

 
Die Gemeine Fichte (Picea abies) ist eine Nadelbaum-Art und der einzige in Mitteleuropa natürlich vorkommende Vertreter der Gattung der Fichten.


Beschreibung

Die Gemeine Fichte ist ein aufrecht wachsender immergrüner Baum, der in der Regel bis zu 40 m hoch wird; unter besonderen Bedingungen wurden auch schon 50 Meter gemessen. Der Stamm ist gerade, mit meist waagerecht abstehenden Seitenzweigen (monopodial).

Die Baumkrone des ausgewachsenen Baumes ist kegelförmig. Der Stamm kann unter guten Bedingungen einen Durchmesser von 1 m erreichen, Exemplare von 1,5 m Durchmesser sind selten. Das normale Alter ist etwa 100 bis 150 Jahre, es sind aber auch einzelne Bäume von gut 220 Jahren bekannt.

Gemeine Fichte (Picea abies)
 
Die Rinde hat eine rötliche Färbung, was die botanisch irreführende Bezeichnung „Rottanne“ erklärt.

Die reifen hängenden Zapfen sind 10 bis 19 cm lang, im geschlossenen Zustand bis 2,5 cm dick und von hellbrauner Farbe; sie werden als ganzes abgeworfen. Beachte: Die oft sogenannten „Tannenzapfen“, die man am Waldboden findet, sind Fichtenzapfen, da Tannen ihre Zapfen nicht als ganzes abwerfen.

Die Samen sind geflügelt.


Vorkommen

Die Gemeine Fichte kommt vor allem in Mittel-, Ost- und Nordeuropa vor. Sie ist von den Alpen bis auf den Balkan verbreitet, kommt in den Mittelgebirgen und den Karpaten vor, und weiter nach Norden und Osten in Polen, Russland und Skandinavien. Sie zieht feuchtes und kühles Klima vor, und ist daher in ihrem südlichen Bereich ihres Verbreitungsgebietes ein Gebirgsbaum. Nur aufgrund menschlicher Anpflanzungen kommt sie in tieferen Lagen vor, etwa in Aufforstungen oder als Zierbaum.

Als Nutzbaum der Forstwirtschaft ist die Gemeine Fichte heute in Nordamerika verbreitet.

Zwischen dem Ural und Finnland findet eine Hybridisierung zwischen der Gemeinen Fichte und Picea obovata statt. Manchmal wird jene als Unterart der Gemeinen Fichte angesehen; die entstehenden Hybride werden als Picea × fennica bezeichnet.

Unter den noch vorhandenen „Urwaldrelikten“ (es gibt in Deutschland keine Urwälder, nur naturnahe Wälder) in Deutschland nimmt der Bergfichtenwald flächenmäßig mit 46 % von 14.500 ha den größten Anteil ein.

Die Fichte stellt nur hinsichtlich der Wasserversorgung hohe Anforderungen. Die Böden müssen aber gleichzeitig noch gut durchlüftet bleiben. Der Standortkundler bezeichnet diese Böden als frisch bis mäßig frisch, d. h. ganzjährig (mit Ausnahme sehr heißer Sommermonate) ist eine gute bis ausreichende Wasserversorgung gewährleistet. Bezüglich der Nährstoffansprüche ist die Fichte eher anspruchslos. Klimatisch bevorzugt die Fichte winterkaltes Kontinental- und Gebirgsklima.

Quelle: www.wikipedia.de