Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium) |
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| Die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium), auch Gemeine Stechpalme, Holly oder nach dem botanischen Namen Ilex genannt, ist die einzige in Mitteleuropa heimische Vertreterin aus der Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae).
Beschreibung Die Stechpalme ist ein immergrüner, aufrechter ein- oder auch mehrstämmiger, bis zu einem Meter hoher Strauch oder ein 10 bis 15 Meter hoher, dicht verzweigter Baum mit kegelförmiger Krone. Junge Zweige sind grün und dicht behaart, verkahlen jedoch, wenn sie älter werden. Auch die Rinde des Stamms bleibt lange grün und bildet erst spät eine dünne schwarzgraue Borke. Die Stämme der Baumform können bis zu 50 cm Durchmesser erreichen. Die Bäume werden bis zu 300 Jahre alt. |
![]() Früchte im Oktober |
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| Die Blätter sind wechselständig angeordnet und haben einen 10 bis 15 Millimeter langen Stiel. Sie sind recht dick und ledrig, auf der Oberseite glänzend dunkelgrün und unterseits gelbgrün. Die Blattform ist elliptisch, beidseitig zugespitzt; der gezackte Blattrand ist auf beiden Seiten mit bis zu sieben Stachelzähnen besetzt. Im Bereich der Blütenstände kommen auch ungezähnte Blätter vor. Die Lebensdauer der Blätter beträgt etwa drei Jahre. Die Blattform variiert mit der Höhe des Astes, an dem sie wachsen. Niedrige Blätter sind stark stachlig, hohe Blätter dagegen nicht.
Stechpalmen sind zweihäusig, die unscheinbaren Blüten sind weiß, manchmal rötlich und etwa 8 Millimeter groß. Sie stehen in Dolden in den Achseln vorjähriger Blätter, als Bestäuber dienen Insekten, vor allem Bienen. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Die Früchte sind 8 bis 10 Millimeter große, erbsenförmige, rote, glänzende, saftige Steinfrüchte. Sie enthalten vier Steinkerne (Samen). Die Fruchtreife tritt ab Oktober ein. Verbreitung und Standort Die Art ist submediterran-subozeanisch verbreitet, sie findet sich also in Gebieten mit milden Wintern und nicht zu trockenen Sommern wie dem atlantisch beeinflussten Europa. Im Mittelmeerraum, Südosteuropa und Nordafrika kommt die Stechpalme nur in Hochlagen mit entsprechendem Klima vor, in Mitteleuropa im Flachland und im Alpenvorland bis 1800 Meter aufsteigend. Bevorzugt wächst die Stechpalme auf nährstoffreichen und kalkarmen, lockeren oder auch steinigen Lehmböden. In Mischwäldern wächst die Strauchform, da sie viel Schatten verträgt. Die Stechpalme bildet Wurzelsprosse und wächst deshalb oft in großen Beständen. In Deutschland kommt sie im Bereich des Mittelgebirgsgürtels vor allem westlich des Rheins, im nördlichen Tiefland und im Alpenvorland auch weiter östlich vor, in Österreich, wo sie sonst selten ist, finden sie sich zerstreut in Vorarlberg; in Wien, Kärnten und Osttirol fehlt sie. Im östlichen Alpengebiet ist sie stark gefährdet. Außerhalb Europas kommt die Stechpalme auch in Nordafrika, im Kaukasus und im Nordiran vor. In Mitteleuropa und anderen Gebieten der gemäßigten Breiten werden Stechpalmen gerne als Zierpflanzen in Gärten und Parks angepflanzt. Neben der Wildform sind mehrere Kulturformen im Handel, teils mit anderer Blattgestalt und anderen Blattfarben. Giftigkeit Die Früchte und andere Pflanzenteile sind giftig. Die Stechpalme enthält in den Beeren 0,7% des Nitrils Menisdaurin. Ob die Giftigkeit der Pflanze auf diesen Inhaltsstoff zurückzuführen ist, wurde noch nicht abschließend geklärt. Weitere Inhaltsstoffe sind das Alkaloid Theobromin und ein Glykosid mit Saponin-Eigenschaften und die Farbstoffe Ilixanthin und Rutin. Der Verzehr einiger Früchte und weiterer Pflanzenteile kann Leibschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder auch Durchfall zur Folge haben. Gelegentlich treten Bewusstseinsveränderungen auf. In älteren Literaturangaben wurden auch Todesfälle beschrieben. Quelle: www.wikipedia.de |
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